Der BerufDer Beruf

Industrial Designerinnen und Designer gestalten Produkte – eine Aufgabe, die weit über den Entwurf von Form und Funktion eines Gegenstandes hinausgeht. Industrial Designerinnen und Designer übernehmen eine wegweisende, verantwortungsvolle Rolle. Sie arbeiten im Spannungsfeld von Technik, Ökonomie und Gesellschaft, setzen Trends in Alltag, Freizeit und Arbeitsleben, lösen Innovationen aus und prägen die Gesellschaft entscheidend mit.

Ein vielschichtiges Berufsfeld erwartet die Bachelor-Absolventen: als Angestellte in Designbüros oder in Designabteilungen grosser Unternehmen, als selbständige Berufsleute in einem eigenen Atelier, als Designvermittelnde für Ausstellungen und Publikationen, als Berater und Konzepterinnen, in der Art Direction, im Produktmanagement oder als Forschende im Hochschulumfeld. Das Bachelorstudium qualifiziert für weiterführende Masterstudiengänge im In- und Ausland.

Das StudiumDas Studium

Die Vertiefung Industrial Design, Teil des Departements Design an der Zürcher Hochschule der Künste, bietet den Studierenden mit dem „Bachelor of Arts“ eine berufsqualifizierende Basis. Schlüsselkompetenzen des Entwurfs wie Materialwissen, Formgebung, Skizzentechnik, CAD und die Kenntnis unterschiedlichster Produktionsverfahren werden ebenso vermittelt wie die Fähigkeit, gesellschaftliche Veränderungen zu analysieren und innovative Lösungen für relevante Fragestellungen zu gestalten.

Die Ausbildung orientiert sich an drei Lernzielen: die Fähigkeit konzeptionell zu denken und handeln, die Entwicklung eigenständiger Ideen und die Sicherheit im formal-ästhetischen Ausdruck. Das Studium dauert drei Jahre, ist als Vollzeitstudium ausgelegt (insgesamt 180 ECTS-Punkte) und schliesst mit dem international anerkannten Titel „Bachelor of Arts ZFH in Produkt- und Industriedesign“ ab.

Die HochschuleDie Hochschule

Die Zürcher Hochschule der Künste ZHdK gehört in Europa zu den grössten Ausbildungsstätten dieser Art. Hier wird in einem interdisziplinären Umfeld, im Rahmen einer gut ausgebauten Infrastruktur und mit Blick auf eine praxisnahe, zeitgemässe berufliche Qualifikation gelernt, gelehrt und geforscht.

Die Vertiefung Industrial Design, verfügt über modern eingerichtete Werkstätten, eine eigene Fachbibliothek und ein Netzwerk erfahrener Dozentinnen und Dozenten mit nahem Bezug zur Praxis. Sie setzt mit ihrem breit angelegten Bildungsanspruch die lange Tradition der Schweizer Produktgestaltung fort.

Die ThemenDie Themen

Die im Rahmen des Studiums bearbeiteten Themenfelder ergeben sich aus dem Blick auf verschiedene Gegenstandsbereiche – Dinge des Alltags, technische Produkte, Produkte für Sport und Freizeit – und aus der Auseinandersetzung mit verschiedenen Herangehensweisen des Entwurfs.

Die Vertiefung Industrial Design vermittelt in ihrem Curriculum:
  • Innovation, Produktkonzeption und das zugehörige Kontextwissen
  • Designprozesse und -verfahren
  • ergänzendes Wissen wie Ergonomie, Semantik, Oekologie, Designtheorie
  • kritisch-analytisches Beobachten
  • Kommunikation/Präsentation
  • wichtige handwerkliche und mediale Techniken und Verfahren

Die ErfolgeDie Erfolge

Regelmässig gewinnen Absolventinnen und Absolventen der Vertiefung Industrial Design namhafte Auszeichnungen, etwa den Eidgenössischen Förderpreis für Design, den Designpreis Schweiz, den Dyson Student Design Award oder den IF Product Award. Im Rahmen von Ausstellungen und Messen zeigt die Vertiefung erfolgreiche Projektresultate und bietet den Studierenden die Möglichkeit, sich schon während der Ausbildung der Öffentlichkeit zu präsentieren.

Das Bachelorstudium legt den Grundstein für eine nationale oder internationale Karriere als Industrial Designerin oder Industrial Designer.

Aktuelle Auszeichnungen:

Dyson Student Award 2008
Platz 1 an Projekt "Exthanded", Christian Looser (ZHdK Industrial Design) und Marco Stoffel / Maria Tarcsay (ETH Zürich Maschinenbau)
Platz 2 an Projekt "Articap Additional", Raphael Gasser (ZHdK Industrial Design, Diplomjahrgang 2007)
Platz 3 an Projekt "Leanback", Martin Altwegg (ZHdK Industrial Design, Diplomjahrgang 2007)

Nachwuchswettbewerb Stadt Winterthur 2008
Platz 1 an Projekt "Kaffeezone", Marcel Gnos (ZhdK Industrial Design, Bachelorjahrgang 2008)

Eidgenössischer Wettbewerb für Design 2007
Auszeichnung des Projekts "LOC+", Adrian Weidmann (ZHdK Industrial Design, Diplomjahrgang 2006)



Die PartnerDie Partner

Zahlreiche Partnerschaften mit Unternehmen der Privatwirtschaft und Hochschulen aus dem In- und Ausland stellen die Anbindung des Studiums an relevante technische und wirtschaftliche Fragen sicher. Etwa wenn es gilt, in Zusammenarbeit mit der Schweizer Traditionsfirma Kuhn Rikon AG neue Kochtöpfe zu entwickeln, unter der Leitung von BMW-Chefdesigner David Robb ein Motorrad für das Jahr 2015 zu entwerfen, gemeinsam mit Baltensweiler innovative Leuchten zu gestalten oder für die Firma Freitag lab. ag Produktideen für die Zukunft zu finden – um nur einige der aktuellsten Beispiele zu nennen.

Langfristig angelegt und immer wieder sehr erfolgreich ist das „Swiss University Innovation Project“, kurz SUIP, eine Kooperation der Vertiefung Industrial Design der ZHdK mit der ETH Zürich und den Universitäten St. Gallen und Zürich sowie wechselnden Industriepartnern. SUIP bietet den Studierenden der beteiligten Hochschulen einmal jährlich die Möglichkeit, mehrere Wochen praxisnah und in interdisziplinären Teams an einem konkreten Entwicklungsprojekt zu arbeiten.


Industriepartner:

  • Baltensweiler
  • BMW Motorrad AG
  • Chocolats Halba
  • Freitag lab. ag
  • Glasi Hergiswil
  • Götte Optik Zürich
  • Kuhn Rikon AG
  • Mammut Sports Group AG
  • Scott Schweiz
  • TOKO
  • Volvo Trucks Schweiz AG
  • Wogg AG
  • Zehnder Group

Hochschulpartner:

  • Eidg. Materialprüfungsanstalt EMPA
  • ETH
  • Fachhochschule Nordwestschweiz
  • Hochschule Wädenswil
  • Napier University Edinburgh
  • Paul Scherer Institut
  • Technische Universität München
  • Universität St. Gallen
  • Universität Zürich
  • Zürcher Hochschule Winterthur

Institutionen:

  • Energiestiftung Schweiz
  • Fundación Pro Pueblo
  • Helvetas
  • Kanton Schaffhausen
  • Paul Klee Zentrum
  • Sozialdepartement der Stadt Zürich
  • Unicef Schweiz