Vor AugenVor Augen

Wer eine trägt, weiss, dass sie mehr ist als ein notwendiges Hilfsmittel zur Bewältigung des Alltags. Eine Sehbrille prägt das Gesicht und damit auch die Persönlichkeit ihres Trägers. „Vor Augen“ fragte nach den spezifischen Herausforderungen, denen sich BrillendesignerInnen zu stellen haben. Gemeinsam mit Roland Eberle, selbst Brillenträger und als Designer verantwortlich für verschiedene Brillenkollektionen, besuchten die Studierenden eine Hornbrillenmanufaktur, verschiedene Optikergeschäfte und den Showroom des international bekannten Brillendesigners Alain Mikli; sie lernten die Gesetze der Optik kennen, untersuchten Scharniertechniken, Materialien, Verglasungsmethoden und die Geschichte der Brillengestaltung. Schnell merkten die angehenden Industrial Designer, dass die Gestaltung dieses technisch wenig komplexen Objekts eine hohe entwerferische Sicherheit voraussetzt. Änderungen im Zehntelsmillimeterbereich können den Charakter einer Brille völlig verändern; Design ist hier Mikroarchitektur im Gesicht des zukünftigen Trägers. Zum Abschluss des Projekts zeigte die Partnerfirma Götte Optik die dreizehn entstandenen Modelle in ihren Geschäftsräumen an der Bahnhofstrasse und prämierte die drei Besten mit einer grosszügigen Preissumme.

Entwurfsprojekt 7. Semester
Dozent: Roland Eberle
Partner: www.goetteoptik.ch

Zebrahase und ÜberraschungshaseZebrahase und Überraschungshase

„Es gibt ihn wohl, allerdings nur hohl“ fragte Trudy Müller-Bosshard kürzlich in ihrem Kreuzworträtsel und meinte natürlich – den Osterhasen. Neu gibt es diesen Meister Lampe gestreift als Zebrahasen oder als Überraschungshasen mit einem befüllbaren Ei in den Pfoten. Studierende der Hochschule für Gestaltung und Kunst Zürich (hgkz) haben die beiden Modelle im Auftrag von Chocolats Halba für die Handelsmarke von Coop entworfen.

Innovationsprojekt 5. und 7. Semester
Dozenten: Prof. Michael Krohn, Herbert Pauser
Partner: Chocolats Halba

Pro Pueblo DesignPro Pueblo Design

Seit 2004 arbeitet das Departement Design der ZHdK (vormals hgkz) mit der ecuadorianischen Stiftung Pro Pueblo zusammen. Im Zentrum steht die Suche von neuen Entwürfen, die einerseits den Produktionsbedingungen vor Ort, andererseits den Marktansprüchen in den USA und Europa genügen. Regelmässig reisen Studierende nach San Antonio, einem kleinen Dorf an der Westküste Ecuadors, und überprüfen dort die Realisierbarkeit ihrer Vorschläge. Parallel zu den Aktivitäten der Vertiefung Industrial Design setzen sich Studierende der Vertiefung Visuelle Kommunikation mit Konzepten für ein neues Corporate Design auseinander.

Interdisziplnäres Entwurfsprojekt 3., 5. und 7. Semester
Weitere Informationen auf der Projektwebseite
Partner: Fundación Pro Pueblo, swisscontact

NotentwürfeNotentwürfe

Was kann Design im Katastrophenfall leisten? - Im Rahmen eines zweiwöchigen Projekts entwickelten Bachelor-Studierende überraschende Antworten: Eine Kochstelle, die nachhaltig Wärme speichert; ein Kleinzelt mit integrierter Matratze; Profile zur Verbindung unterschiedlichster Materialien; Metallbügel, mit denen aus Holzlatten einfach und schnell ein Obdach entsteht; ein Clip, der Zeltbahnen verbindet, ohne sie zu beschädigen; Kartonschachteln, die sich stabil stapeln lassen, und Wabenplatten für ein kugelförmiges Heim sowie eine aufblasbare Unterkunft aus gebrauchten Lastwagenplanen. Zu sehen waren die Prototypen im Rahmen des internationalen Festivals Designmai in Berlin (18.–21.5.06) und am ersten Zürcher Festival der Künste (7.–9.6.06).

Unterrichtsmodul 1. Semester
Dozentin: Nicole Kind
Partner: Designmai Berlin

In den Himmel stürzenIn den Himmel stürzen

Ideen finden heisst, sich lösen von Bekanntem und Ungewohntes zulassen. Zum Beispiel wenn es darum geht, aus Fragmenten alter Kommoden ein neues Möbel zu entwickeln. Oder wenn in knapp 24 Stunden ein Quadratmeter Teppich entstehen soll. Gefragt ist die Bereitschaft, in den Himmel zu stürzen – mit dem Risiko, allenfalls hart zu landen. Ein allgemeingültiges Rezept für die erfolgreiche Ideenfindung gibt es nicht. Nur bedingungslose Offenheit und eine grosse Sorgfalt im Umgang mit den eigenen Einfällen helfen weiter.

Entwurfsprojekt 5. und 7. Semester
Dozenten: Susanne Marti, Robert Wettstein
Partner: Magazin "SoDA"

KleemuseumKleemuseum

Das Zentrum Paul Klee in Bern geht in Sachen Museumsshop eigene Wege: In Zusammenarbeit mit verschiedenen Fachhochschulen und ausgewählten Schweizer Produktionsstätten entwickeln die Verantwortlichen neue Produkte, die der Philosophie des Zentrums entsprechen. Für die beteiligten Studierenden stellen sich Fragen aus unterschiedlichen Kontexten: Wo verläuft die Grenze zwischen Kunst und Design? Welche Produkte eignen sich für das Sortiment eines Museumsshops? Was lässt sich aus einem vorgegebenen Material – in diesem Fall Glas – überhaupt realisieren?

Entwurfsprojekt 5. und 7. Semester
Dozent: Christoph Dietlicher
Partner: Paul Klee Zentrum und Glasi Hergiswil

Mach's dir selberMach's dir selber

Bekam man früher Werkzeuge und Nägel ausschliesslich beim Eisenwarenhändler, Farben und Tapeten im Fachgeschäft und Holz beim Schreiner, so steht heute im Baumarkt alles aus einer Hand zur Verfügung. Wir nutzen diese Ressource und zeigen mit unserer Auswahl von Bauteilen deren Potenzial als Einrichtungsgegenstände auf. Mittels Bauplänen, die Stücklisten beinhalten und Konstruktionsprinzipien aufzeigen, regt „Mach’s dir selber“ zum Bauen und Weiterentwickeln an.

Diplomprojekt von Christian Kägi und Christian Lehmann
Link: www.machsdirselber.ch

FREITAG POS componentsFREITAG POS components

Die Firma FREITAG lab. ag entwickelt, produziert und vertreibt weltweit Taschen und Lifestyle-Goods aus gebrauchten LKW-Planen. Präsentiert werden die Taschen in den so genannten F-tv Boxen – Schachteln, die sich durch leichtes Auseinanderfalten in einen Pappfernseher verwandeln lassen. Bis anhin verwenden neue Shops zur Produktpräsentation Kartonregale, in welche die Boxen als Schubladen eingeschoben werden. Da diese jedoch schmutzanfällig sind, schnell kaputt gehen, viel Lagerplatz benötigen und aufwändig im Zusammenbau sind, wurde nach einer besseren Lösung gesucht. Das neue Regal ist modular aufgebaut. Aus 96 Einzelelementen einsteht eine Verkaufseinheit – und viel mehr.

Diplomprojekt von Colin Schaelli
Partner: FREITAG lab. ag

LOC+LOC+

„LOC+“ ist eine Symbiose aus Licht und Schloss. Als treuer Freund begleitet es Fahrrad und Fahrer. Es hängt nicht nutzlos rum, geht nicht verloren und bietet Schutz und Sicherheit bei schlechter Sicht. Vorausblickend und rückendeckend fährt es mit. Am Ziel hält es das Fahrrad an Ort und Stelle fest. Der Schlosskörper basiert auf dem Prinzip des stabilen Bügelschlosses, welches aus Bügel und Schlossbalken besteht. Die Lichteinheiten sind mit LEDs bestückt und werden mit Batterien gespiesen. Zum Abschliessen wird das Vorderlicht von der Halterung am Lenker, der Bügel aus den Köchern am Hinterrad gelöst und zur Schlosseinheit zusammengesteckt.

Diplomprojekt von Adrian Weidmann

Vom Anrichten zum EinrichtenVom Anrichten zum Einrichten

Umgeben von einer sündig süssen Sauce aus Licht, lässt du dich in eine warme, wohlschmeckende Teigtasche fallen und bedienst dich an knackig frischen Köstlichkeiten. Inspirationsquellen für unsere Diplomarbeit – drei Objekte für den Wohnbereich – sind Experimente und eine Recherche im Bereich Kochen und Essen. Geschmack, Oberflächenstruktur, Konsistenz und Farbwelten sowie das Zubereiten und Anrichten von Nahrungsmitteln fliessen in die Gestaltung mit ein und so auch in die Benutzung der Objekte.

Diplomprojekt von Iris Durot und Nina Eigenmann